Juliette Mars

Mezzosopranistin.
Juliette Mars, in Frankreich geboren, studierte Gesang bei Jacqueline Bonnardot und erhielt regelmässig wichtige künstlerische Impulse in Masterkursen bei Tom Krause und Yvonne Minton. Sie absolvierte ihr Gesangsstudium am Conservatoire National Supérieur de musique von Lyon, wo sie 2002 das „Diplôme d’Etudes générales“ bekam. 2003 bekam sie das „Diplôme de Virtuosité“ von der Schola Cantorum von Paris und wurde Mitglied des CNIPAL („Centre National d’Insertion Professionnelle d’Artistes Lyriques“) in Marseille.
Ihr Bühnendebüt gab sie 2000 in Saint Etienne in Roma von Jules Massenet. Ein Jahr darauf wurde sie auf diese Bühne wieder eingeladen, um die Die Zauberflöte zu singen. Weitere Engagements führten sie an die Oper in Marseille. Unter Leitung des Komponisten sang sie unter anderem die Folksongs von Luciano Berio in Lyon. 2005 erhielt sie die „Révélation classique“ von ADAMI („Administration des Droits des Artistes et Musiciens Interprètes“) und trat bei den Festspielen in Prades und in Lille mehrmals auf.
2006-2007 wurde Juliette Mars Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. Seitdem hat sie auf dieser Bühne mehr als 40 Rollen gesungen. Im Januar 2009 sang sie neben dem Engagement in Wien an der Oper Nizza die Muse und Nicklausse in Hoffmanns Erzählungen.
2010 wurde Juliette Mars bei den Festspielen „Opéras en plein air“ für ihre Carmen sehr gefeiert. 2011 sang sie im Pariser Théâtre des Camps Elysées. 2014/2015 gab sie in der Volksoper Wien ihr Debut. 2016 sang sie wieder in der Wiener Staatsoper. Es folgen Hoffmanns Erzählungen, wieder an der Volksoper.
2017 stand sie in Cosi fan tutte im Schloß Laxenburg auf der Bühne, in einer Inszenierung von Bernd R. Bienert. Ebenfalls 2017 bekam sie beste Kritiken für die Titelpartie der Hemma von Bruno Strobl beim Carinthischen Sommer (Leitung. Simeon Pironkoff / Regie. Kristine Tornquist).
2017 folgte Wozzeck am Theater an der Wien in einer Inszenierung von Robert Carsen, 2018 eine konzertante Aufführung der Urfassung von Faust von Charles Gounod im Théâtre des Champs Elysées. Christophe Rousset spielte mit "Les Talents Lyriques", die Aufnahme bekam mehrere Auszeichnungen (darunter ein "Opus Klassik").
2018 sang Juliette Mars ihre erste Barockoper mit dem "Centre de musique baroque" von Versailles, Hypermnestre von C.H. Gervais in Budapest. Im selben Jahr war sie mit der Barockkompagnie „Les Epopées“ unter der Leitung von Stéphane Fuget in Mexiko.
Seit 2020 unterrichtet Juliette Mars an der "Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien" (MUK) französische Aussprache für junge Sänger*innen, Korrepetitor*innen und Dirigent*innen.
2019 gibt sie Hoffmanns Erzählungen zum dritten Mal an der Wiener Volksoper. Ebenfalls 2019 steht sie in Oberon wieder auf der Bühne des Theaters an Wien (Leitung.Thomas Guggeis / Regie. Nikolaus Habjan) und in Rusalka (Leitung.David Afkham / Regie.Amelie Niemeyer).
2020 singt sie in Toulouse am Opernhaus "Le Capitole" in Richard Wagners Parsifal, es folgt ein weiteres Engagement am Theater an der Wien und erstmalig auch am Teatro Real in Madrid. Ein zweites Mal interpretiert sie ein Werk von Richard Wagner, Tristan und Isolde an der Wiener Kammeroper mit Günther Groissböck. Ebendort folgen der Waffenschmied und Thérèse Raquin, neu geschrieben von Tobias Picker.
2022 singt sie Jenufa unter Leitung von Marc Albrecht, inszeniert von Lotte de Beer im Theater an der Wien, und Suor Angelica bei den Salzburger Festspielen in der Regie von Christof Loy unter der Leitung von Franz Welser-Möst. 2023 dann wieder in "Toulouse Capitole" Rape of Lucretia von Benjamin Britten und Pelleas et Mélisande von Claude Debussy, ausserdem Eugen Onegin von Peter Tschaikowski.
2024 singt Juliette Mars die Welturaufführung der Songs of Terezin beim Festival Fremde Erde in der Kammerfassung von Franz Waxman und das Requiem Ebraico von Erich Zeisl unter der Leitung von Jury Everhartz.
2023 und 2024 ist Juliette wieder an der Wiener Staatsoper in der Götterdämmerung von Richard Wagner unter der Leitung von Franz Welser-Möst und im Trittico von Giacomo Puccini unter der Leitung von Philippe Jordan. Ausserdem wieder Hoffmanns Erzählungen am selben Haus unter der Leitung von Bertrand de Billy und Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck unter der Leitung von Axel Kober.
Juliette Mars hat unter der Leitung von Christian Thielemann, Franz Welser-Möst, Fabio Luisi, Bertrand de Billy, Peter Schneider, Bruno Campanella, Simon Rattle, David Afkham, Graeme Jenkins, Michael Güttler, Alain Altiniglu, Constantinos Carydis, Friedrich Haider, Frédérique Chaslin, Ivor Bolton, Patrik Lange, Jean-Christophe Spinosi, Jesús López Cobos, Evelino Pidò, Frank Beermann, Simone Young, Ingo Metzmacher, Leo Hussain, Axel Kober, Frank Beermann und vielen anderen gesungen.